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Entstehungsgeschichte einer Blümchenillustration

Hinter mir liegt eine lange relativ kreativ-freie Phase. Es gab einige Unruhen innerhalb der Familie zu Ferienbeginn, die mich als Mama sehr gefordert haben, obendrein kam der normale vollkommen entschleunigte Ferienalltag und schlussendlich hat mich dann auch noch ein Hexenschuss aufs Sofa befördert. Vielleicht war das die Pause, die ich dringend mal brauchte. Auf jeden Fall war es auf dem Sofa sehr langweilig, kann ich dir sagen. Neben vielem Lesen, habe ich mir irgendwann mein Skizzenbuch geschnappt. Ich liebe welche im DIN A4 Format, doch diese Größe hat sich für mich persönlich als sehr unpraktisch herausgestellt. Trotzdem ist ein wenig Gerkitzel entstanden. Und als ich endlich wieder die ersten Momente am Computer verbringen konnte, entstand direkt mehr.

Begleite mich auf einer kleinen Reise, auf der ich versucht habe ein kleines Gefühl von Sommer auf meine digitale Leinwand zu bringen.

Von der Skizze zum Gefühl

Eigentlich sollte es nur ein Blümchen werden, aber dann fand ich drei doch schöner. Ich habe mich lose an irgendwas zwischen Gänseblümchen und Margerite orientiert. Eher Margerite, da Gänseblümchen ja ihre Blätter meist weiter unten haben. Mir schwebte nichts Konkretes vor, als ich die Skizze begann. Ich hatte lange nicht mehr gemalt und wollte einfach etwas Schönes auf die Leinwand bringen. Da denke ich immer als erstes an Blumen. Während ich mit meinem Hexenschuss auf dem Sofa lag, hatte ich bereits einige Blumen in ähnlicher Form auf meinen Skizzenblock gebracht. Also bin ich dabei geblieben, weil es sich einfach gut und richtig angefühlt hat.

Herantasten an die Farben

Zuerst lege ich die Farben fest und färbe die Skizze ein. Anschließend nehme ich die Deckkraft aus der Skizze raus und beginne mit den ersten Schattierungen. In dieser Illustration bin ich Blume für Blume vorgegangen. Die in der Mitte habe ich immer zuerst bearbeitet. Danach abwechselnd mal die Rechte mal die Linke. Zwischendurch ist mir ein wenig zu viel grün in das helle Weiß der mittleren Blume geraten. Ich dachte, es würde einen netten Effekt geben, so wie bei weißen Rosen oder Hortensien, wenn sie frisch aufgehen und das Innerste noch sanft grün ist. Aber hier hat es mir nicht so wirklich gefallen.

Was das Bild am Ende lebhaft macht: Feinarbeit

Ich bin bei diesem Grünton wieder etwas zurückgerudert und habe mich anschließend um die Schattierungen der anderen beiden Blumen gekümmert. Bis ich soweit zufrieden war, dass ich die Skizzen vollkommen ausgeblendet habe. Bei dieser Illustration bin ich sehr chronologisch vorgegangen; Ich hatte mir gleich anfangs vorgenommen aus dieser hier einen Blogartikel zu machen, das hat vermutlich dabei geholfen, eine gewisse Reihenfolge einzuhalten. Allerdings habe ich mit meinem Hexenschuss an dieser Illustration gesessen und darum vergessen, unterwegs die Fotos zu machen. Ich wollte in jeder Sitzung einfach so weit wie möglich kommen, um meine kleinen Erfolgserlebnisse hier zu haben. Dabei habe ich gar nicht mehr an die Screenshots gedacht. So habe ich dieses Mal leider gar keine Fotos von Zwischenschritten, die ich anschließend wieder ganz rausgenommen habe. Das ist schade, ich zeige so etwas eigentlich gern, weil solche Illustrationen sich selten geradlinig auf das Endresultat hin entwickeln. Ich habe zum Beispiel nach dem Ausblenden der Skizzen noch sehr lange daran gesessen die äußeren Kannten abzurunden und zu begradigen. Das ist meist der Teil, der bei mir am längsten dauert.

Ein kleiner Glow zum Ende

Und hier ist der Endspurt. Eine Hintergrundfarbe war schnell gefunden – es musste dieses rosa sein. Ich liebe diesen Farbton sehr. Dann einmal den Glimmer der Sterne darüber klecksen und anschließend noch die Sternchen. Ich finde Sternchen müssen nicht in jede Illustration, aber oft spielt das kleine Mädchen in mir verrückt und wirft damit einfach um sich.

Ich war von diesen kleinen Blümchen so angetan, dass ich sie direkt bei der Online-Druckerei hochgeladen und fünfundzwanzig Exemplare als Karte bestellt. Die Blümchen sind auch nochmal zu sehen, wenn man die Karte aufklappt, direkt in der Mitte und als Miniatur auf der Rückseite. Aktuell versorge ich ja nur meinen Vater mit meinen Karten und nutze sie selber für unser privaten Zwecke. Aber ich träume davon irgendwann einmal meinen eigenen kleinen Kartenshop zu haben oder sie auf einer Messe anzubieten. 🧡 Bald vielleicht.

Ich freue mich, dass du hier warst. Hab einen wundervollen Tag voller besonderer Momente. ☕ Wir sehen uns…

Illa 🧡

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