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Monatsrückblick Juli 2026

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Manchmal haut es uns einfach von den Füßen und wir schaffen es nicht, so wirklich wieder hochzukommen. Heute folgt mal ein etwas untypischer, ziemlich ehrlicher und vermutlich auch viel kürzerer Monatsrückblick, als du ihn von mir gewohnt bist.

Die ersten zwei Juliwochen waren noch ganz normal. Nach außen hin zumindest. Ich habe zwei Artikel veröffentlicht, hatte drei weitere in Planung und schon so halb begonnen und dann erwischte mich eine depressive Episode. Sie kam nicht ganz überraschend. Denn der Juni war für meine Familie und mich eine einzige große Herausforderung. Etliche Träume sind geplatzt, es gab sehr viele Krankenhausaufenthalte von meinem Sohn, der chronisch krank ist (und nein ich möchte nicht näher darauf eingehen) und entweder bedingt durch pubertäre Entwicklungen oder durch die immer wieder kehrenden Hitzewellen auf einmal viel mehr Schwierigkeiten hatte als zuvor. Und Krankenhausaufenthalte von meinem Mann, der auf einmal mit heftigen Bauchkrämpfen zu kämpfen hatte und nicht herausgefunden werden konnte, was er hatte. Einige Untersuchungen zogen sich noch bis in den Juli. Inzwischen geht es allen wieder gut. Aber so eine Phase zehrt enorm. In Kombination mit dem Sommerloch auf dem Blog schlich sich eine depressive Episode bei mir ein und ihr folgte eine dicke Erkältung.

Als wär das noch nicht genug, schoss es mir direkt nach der Erkältung mal so richtig heftig in den Rücken. So einen schlimmen Hexenschuss hatte ich schon lange nicht mehr. Anderthalb Wochen lang fast nur liegen. Oh man. Ich wollte nicht zum Arzt und mir eine Spritze holen. Rückblickend hätte ich es wohl tun sollen. Aber ich dachte die ganze Zeit, es wird schon in vier Tagen wieder gut sein. Weil das meine bisherige Erfahrung war. Aber die vier Tage zogen sich.

All diese Dinge haben den Juli für mich unerwartet zu einem Lese-Monat gemacht.

Die Situation mit meinem Sohn und meinem Mann hat schon Anfang Juli dazu geführt, dass mir der Fokus für meine eigenen kreativen Projekte fehlte. Da meine Partnerin aus meiner Mastermindgruppe dringend jemanden zum Testlesen ihres Mammut-Projektes brauchte, habe ich dieses zwischendurch eingeschoben. Es war auf Englisch und hat mich unerwartet viel Zeit gekostet. Aber auf der anderen Seite sind Testlesungen für uns als Autoren auch immer wertvoll. Ich selber entdecke beim Testlesen immer wieder Fehler, die auch ich mache und kann schneller herausfinden wie und wo sie entstehen und wo man gegensteuern kann. Der Blick auf ein fremdes Projekt ist ganz anders, weil man nicht monate- oder jahrelang diese Idee in sich herum getragen hat. Außerdem hat es mir sehr gut getan die Nase aus meinen Baustellen herauszuziehen und mich mit dem Manuskript meiner Mastermind-Partnerin zu befassen. Ihre Story hat mir sehr gut gefallen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihr bei ihren Problemen zu helfen.

Nach der Testlesung habe ich noch versucht meine Geschichte für eine Anthologie umzusetzen und konnte mich beim Brainstormen wenigstens auf eine Perspektive eingrenzen, doch dann ging es mit dem Hexenschuss los. Ich habe in der folgenden Zeit sieben Bücher gelesen. Was blieb mir anderes übrig, um gegen die Langeweile anzukommen?
Ich habe sieben herrliche erheiternde, aufbauende, spannende und so liebevoll aufgebaute Geschichten gelesen, die mir wirklich gut getan haben. Vielleicht habe ich diese Zeit für mich auf dem Sofa auch gebraucht. Vielleicht war es für uns alle wichtig, einmal diese Pause zu haben. Zu sehen, dass Mama irgendwann nicht mehr weiter kann und Hilfe braucht. Mich darauf zu besinnen, warum ich das alles hier überhaupt mache: Um anderen diese wunderbaren Rückzugsorte zu schenken, die mir gewährt wurden. Auch wenn diese Erkenntnis durch eine ansteigende E-book-Rechnung gespeist wurde. (Smiley).

Bevor mich die Erkältung ereilte, habe ich es geschafft, dieses Selbstporträt endlich fertig zu bekommen. Nein, es ist nicht perfekt geworden. Man erkennt zwar ganz deutlich eine Ähnlichkeit, aber die Frau auf dem Porträt scheint eindeutig eine andere Person zu sein. 😅 Es wird also weiter geübt. Denn so ist lernen, immer weiter machen, bis es funktioniert.

Zwei weitere ganz unerwartete Dinge haben sich im Juli ereignet:

Das eine war recht unerfreulich: Ende des Monats wurde meine Website regelrecht von einem Bot aus Fernost überfallen. Tagelang hat er meine Inhalte immer wieder abgerufen und meine Besucherzahlen hochgepusht. Er hat das Verhalten eines normalen Websitebesuchers vorgetäuscht und ist somit durch alle meine Sicherheitsplugins durchgerauscht und jeder Aufruf wurde brav von meinem Statistik-Tool aufgezeichnet. Wie mich das gewurmt hat! Am Ende blieben alle Mühen, diesem Bot Einhalt zu gebieten (wohlgemerkt mit heftigen Rückenschmerzen am Schreibtisch) erfolglos und ich wandte mich an das Helpdesk meines Hostinganbieters. Dort wurde mir empfohlen das ganze, in der Statistk angezeigte Herkunftsland des Bots, durch Code direkt im Website-Verzeichnis des Hostinganbieters zu blockieren. Zum Glück haben sie eine Anleitung mitgeschickt. Gesagt getan und nun ist endlich Ruhe.


Leider hat diese Sperrung irgendwie mein Cookie-Banner zerschossen. Was dann wieder seinen eigenen Rattenschwanz nach sich zog. Inzwischen ist ein neues aufgesetzt und grob konfiguriert. Doch hier muss ich noch einmal gründlich nacharbeiten, sobald ich länger als eine Stunde am Computer sitzen kann.

Eine Aufregung!

Das hier ist eines der Bilder, das ich durch den Termin mit Martina für Instagram gemacht habe.

Erfreulich war jedoch das andere Ereignis: Ich hatte eine Beratung bei der Instatante Martina Lörracher-Leeb. Es war nur eine kurze dreiviertel Stunde und hat mich nicht die Welt gekostet. Aber es hat so vieles geändert: Ich bin auf Instagram endlich nicht mehr so verkrampft unterwegs und kann es lockerer angehen. Eigentlich, hatte ich mir vorgenommen, hau ich nur meine unkomplizierten Inhalte raus und halte mich sonst auf Social Media eher im Hintergrund. Aber das Gespräch mit ihr war so aufbauend, dass ich inzwischen tatsächlich regelmäßig vorbeischaue und Spaß daran habe mit anderen Accounts zu interagieren. Ich habe sieben Follower dazugewonnen, was für mich eine große Zahl ist. Und darüber freue mich.

Und ich habe mich auch mal wieder getraut meinen Debütroman zu zeigen. Irgendwie war der Mut dafür weg, weil Instagram sich immer so laut angefühlt hatte. Aber jetzt geht’s wieder. ☺️

Das heißt im Großen und Ganzen war der Juli kein verlorener Monat. Er hat mich wieder aufgebaut und ich habe viel lernen können, obwohl das gar nicht geplant war.

Im August kommen wir nun allmählich zurück in den normalen Alltag. Während ich diese Zeilen schreibe kann ich bereits zwei Stunden beinahe schmerzfrei am Schreibtisch sitzen. Ich habe ein gutes Gefühl bezüglich Instagram und ich habe einen Plan für die nächsten Blogbeiträge. Aber konkreter werde ich erstmal nicht werden. Wir warten ab, was sich entwickelt.

Ich freue mich, dass du mich durch diesen Blogbeitrag bis hierhin begleitet hast, auch wenn die Thematik heute ein wenig schwermütiger war. Das bedeutet mir viel. Nun werde ich zu meinen Ferienaktivitäten zurückkehren. Was liegt bei dir heute an? Strandtag? Spaziergang durch den Wald? Gartenarbeit? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Ich freue mich, dass du hier warst. Hab einen wundervollen Tag voller besonderer Momente. ☕ Wir sehen uns…

Illa 🧡

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