Meine To-Want-Liste für Q3

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Wenn ich einen Blick zurückwerfe, in die To-Want-Liste für Q2, habe ich vor allem in Bezug auf Blog, Schreiben und Illustrieren kaum erreicht, was ich mir im März für Q2 vorgenommen habe. Das lag einerseits daran, dass ich mich völlig in Socialmedia verzettelt habe und andererseits auch einen eher schwammigen Plan vor Augen hatte, als ich die letzte To-Want-Liste geschrieben hatte. Das kann ich deshalb so genau sagen, weil ich heute einige tiefe Bedürfnisse in mir spüre. Im März hatte ich es eher mit einem undefinierten Tatendrang zu tun.

Vor allem mein Bedürfnis nach Ruhe steigt gerade so intensiv, wie der Berg unerledigter Aufgaben. Heute früh dachte ich mir den einen Moment noch, ich würde jetzt zu gern mit meinem Mann in Ruhe sprechen, aber wenn ich das mache, dann schaffe ich meinen morgendlichen Spaziergang nicht (den ich gefühlt ohnehin nur zweimal die Woche schaffe) und bevor ich den Fuß vor die Hintertür setzen konnte, fällt mir ein, ich kann nicht gehen, weil die Pflanzen unbedingt Wasser brauchen. Also bin ich mit der Gießkanne durch den Garten geeiert.


Wie jedes Mal liegt meiner Quartalsplanung das HB90-Konzept von Sarra Cannon zugrunde. Ihr Schema immer wieder durchzugehen, zeigt mir ganz deutlich, wo meine Energie gerade hingeht und ob es die richtige Richtung ist. Zwar habe ich einerseits mehr Zeit mit Illustrieren verbracht, aber einen geringeren Output gehabt, weil die Illustrationen viel anspruchsvoller und detaillierter geworden sind. Andererseits ist enorm viel Zeit in Social Media, meinen Newsletter und Pinterest geflossen und ich habe mich intensiv mit dem Thema KI auseinandergesetzt. Mit all diesen Dingen habe ich mir sehr viel Stress gemacht, Sichtbarkeit war auf einmal alles und ich bin völlig von meinem ruhigen Posten abgerückt. Und es hat mir nicht gutgetan.


Mein Fokus in der neuen Planung lag nun darin, den Schwerpunkt wieder zu mehr innerer Ausgeglichenheit zu verschieben.

3 Main Goals

Bisher hatte ich immer drei Main-Goals, dieses Mal gibt es nur zwei:

  1. Ich arbeite das 2. Lektorat von Buch 3 ein.
  2. Meine Sichtbarkeitsstrategie werde ich ändern (dazu habe ich konkrete Ziele weiter unten).

Sichtbarkeit und Kreativität

Ich habe mir vorgenommen, hier drastisch zu reduzieren. Es fällt mir aus zwei Gründen schwer: Zuerst einmal macht es mir Spaß, viel um die Ohren zu haben, aber ich habe schon gemerkt, dass ich so langsam diesen gefährlichen Tunnelblick entwickelt habe. Für mich sind nur noch die Zahlen wichtig gewesen und die einfache und entspannte Herangehensweise sind zunehmend ausgeblieben. Der zweite Grund ist relativ einfach: Je mehr ich mir vornehme, umso größer ist der Druck, das garantiert mir eine hohe Umsetzungsrate. Bisher habe ich das so akzeptiert, weil es mich innerlich sehr beruhigt, wenn ich weiß, dass ich viel gearbeitet habe. Aber ich habe auch schon zweimal Burnout gehabt, und merke, dass ich mich an der Grenze bewege.

Sichtbarkeit

  1. Statt vieler Socialmedia-Posts, pro Woche, wie ich bisher vorgegangen bin, gehe ich auf ein Reel pro Woche über. (Also zwölf Reels etwa.) Wenn ich hier und da das Bedürfnis nach einem Einzelpost habe, werde ich dem nachgehen.
  2. Von über die letzten drei Monate etablierten vier Newsletter-Versendungen pro Monat gehe ich runter auf zwei pro Monat. (6)
  3. 5 Blogartikel im Monat (Nur in absoluten Ausnahmen dürfen es sechs werden).
  4. Auf Pinterest setze ich zwei bis drei Pins pro Woche (24 bis 36).
  5. Mir sind drei Ideen für Pinnwände bei Pinterest gekommen und ich werde sie alle drei umsetzen.
  6. Ich möchte mein Twitchoverlay in drei kleinen Details anpassen.
  7. Wie verabredet werde ich mich als Streamerin am Sommerschreibmarathon bei Twitch beteiligen. (Jap, ich streame Coworkings und zwar hier – so oft ich kann, ab sechs bis sieben Uhr morgens für zwei bis drei Stunden)

Kreativität

  1. Ich kümmere mich um das begonnene Cover von Buch 3. Den Anfang habe ich bereits hier gezeigt.
  2. In Q3 male ich vier bis fünf Selbstporträts
  3. Für meinen Newsletter male ich ein neues Freebie für das 3. Quartal
  4. Ich arbeite die neue Geschichte weiter aus, die mir gerade gekommen ist, in der Tee eine Rolle spielt. Und ein wenig Hokus-Pokus.
  5. Die Geschichte für Ann-Kathrins Anthologie schreiben, die ich versehentlich angeleiert habe.

Ich möchte auch gern Buch 4 überarbeiten, und die Eisgeschichte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich Zeit dafür finden werde. Denn ich möchte ab jetzt viel Zeit draußen verbringen. Es ist Sommer, wir haben herrliches Wetter, mein Garten entwickelt sich wunderbar. Mein Sohn und ich haben ein gemeinsames Hobby entwickelt: Das Bogenschießen, und unsere Spiele-Vormittage aus dem letzten Quartal haben den Jungs total gut gefallen. Da stecken wir mehr Zeit rein. Und die Saisonkarte für das Freibad haben wir doch noch erworben und werden sie ganz oft nutzen.

Familienzeit

Unsere Familienzeit erdet uns alle und wir haben jede Menge Spaß zusammen. Ich finde es schön, mir im Rahmen der Planung hierfür Zeit einzuräumen und bewusst Aktivitäten mit der Familie anzugehen. Die Familie sind das übrigens genauso.

  1. Wir entwickeln eine Routine für das Bogenschießen.
  2. Wir gehen ganz oft ins Freibad. (Ich kann hier keine Zahlen nennen, wenn das Wetter dauerhaft mies ist, werden wir nicht gehen, und wenn es gut iss, gehen wir umso häufiger. Das werde ich dann nach Bauchgefühl abhaken.)
  3. Weils so schön war, bauen wir noch vier Spielevormittage ein.
  4. Wir machen zwei Ausflüge: Einen nach Haithabu und einen in ein Schloss, mit Führung.

Arbeiten in Haus und Garten

Wir sind in der Saison, in der Gartenarbeit zu so einer Art schwarzes Loch wird – die Zeit scheint anderen Gesetzen zu folgen und egal wie oft und lange man Unkraut gejätet und Rasen gemäht hat – kurze Zeit später wirkt es, als wäre überhaupt nichts passiert.

  1. Ich finde die Rose aus der letzten Liste, für das Grab meiner Hündin.
  2. Das Projekt „Unterstand entmüllen“ wird fortgesetzt.
  3. Die Ecke, in der das Baumhaus mal stand, wird aufgeräumt.

Die Cozy-Dinge

Genau, es sind nur zwei Punkte, aber insgesamt sind es viele private Dinge und wir wollen ja den Druck reduzieren. Die Cozy-Dinge sollen gemütlich bleiben und nicht zum Leistungsdruck werden.

  1. Ich werde nochmal mindestens sechs Bücher lesen.
  2. Den begonnenen Schal werde ich weiterstricken.

Das sind dieses Mal weniger als dreißig Punkte, wie sonst. Da ich vieles reduzieren wollte, bin ich damit einerseits sehr zufrieden, andererseits fühlt es sich merkwürdig an. Aber den Freiraum habe ich mir ja nicht ohne Hintergedanken eingeräumt. Ich hoffe, dass ich ihn mit den Dingen füllen kann, die mir immer Spaß gemacht haben. Meine neue Geschichte zum Beispiel, die hinterlässt Energie in mir, oder etwas zu malen, was ich schon lange malen wollte. Da warten noch viele Motive in mir, die nicht rauskönnen, weil ich ständig etwas anderes für den Blog malen wollte. Diese Dinge, die rauswollen, ständig zurück zuhalten blockieren den Fluss irgendwann und es ist wichtig sich dafür Zeit zu nehmen. Ich habe das Gefühl, ich muss mir diese Zeit nun einräumen. Sonst wird es nur noch schlimmer.

Ich freue mich, dass du hier warst. Hab einen wundervollen Tag voller besonderer Momente. ☕ Wir sehen uns…

Illa 🧡

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