Monatsrückblick Juni 2026

Manchmal plant man die Dinge im Leben ganz in Ruhe im Voraus – und dann bricht die Realität mit einer kräftigen Welle einfach über unseren Köpfen zusammen. Ich hatte mir gerade erst einen neuen bewussten Fahrplan für die zweite Jahreshälfte gestrickt, um an vielen Stellen kürzerzutreten. Und pünktlich zum Start kam alles auf einmal: Eine unbarmherzige Hitzewelle, großes Familienchaos und der laute Wunsch meines Körpers nach einer tiefen, echten Pause. Aber anstatt gegen die Erschöpfung anzukämpfen, nehme ich sie einfach mal als Einladung an, ein wenig kürzerzutreten. Ein wenig nur, mir wird sonst langweilig.

Nachdem das echte Leben nun also mein liebevoll geplantes Content-Konstrukt einfach mal zerschlagen hat, treten wir ein paar Schritte zurück, um ein Resümee zu ziehen. Der Juni war nicht ganz verloren. Es sind auch gute Dinge passiert.

Erfolge und Teeladen-Magie: Schreiben und meine Bücher

Das Märchenprojekt 3 ist fertig gestellt! Juhuuu. Also zumindest Teil 1. Mitte des Monats ungefähr habe ich das Ende erreicht. Mit vierundachtzigtausend Wörtern ist es jetzt kürzer als erwartet – ich hatte eigentlich hunderttausend angepeilt –, aber manchmal braucht eine Geschichte am Ende weniger Raum, als gedacht. Allerdings reden wir hier vom ersten Entwurf. Es ist durchaus möglich, dass in den Überarbeitungsphasen noch ganze Szenen dazu kommen, oder andere gestrichen werden. Aber erstmal ist die Rohfassung fertig.

Eigentlich wollte ich kein neues großes Projekt starten, weil der volle Fokus auf dem Lektorat für Buch 3 liegen sollte. Aber dann schlich sich da eine wirklich tolle Idee für eine Cozy Urban Fantasy ein und es geht um Kekse, Tee und Magie… Ach schlussendlich habe ich mir zwei Tage Zeit genommen und die wichtigsten Ideen für dieses aufdringliche Projekt notiert.

So allmählich habe ich mir Gedanken, um eine Anthologie gemacht, die eine Autorin aus meinem Streaming-Dunst bei Twitch ausgerufen hat. Die Geschichten sollen fantastisch sein, aber in der Realität spielen – allzu ausgefallene Fabelwesen passen hier also nicht. Außerdem darf es in jede Richtung gehen, bloß Spice ist nicht erwünscht. Für mich war sofort klar, dass es eine Love-Story werden soll (was sonst?). Zufällig habe ich am letzten Freitag des Monats den Ratgeber „Romancing the beat: Story Structure for Romance Novels“ von Gwen Hayes gelesen und habe mir die Beatstruktur, die sie vorstellt, in mein Schreibprogramm übertragen. Ich bin absolut begeistert von der Lektüre und möchte die Beatstruktur direkt austesten. Da sie sich laut der Autorin auch für Kurzgeschichten eignet, bietet sich das Anthologie-Projekt doch glatt dafür an.

Ich bin zusätzlich angesprochen worden, ob ich im Rahmen des Sommerschreibmarathons auf Twitch einige frühe Slots anbieten möchte. Der Schreibmarathon ist eine Art Co-Schreibstaffel, in der diesen Sommer über 42 Tage hinweg von morgens bis abends immer ein schreibender Streamer da ist, um der Community ein durchgehendes Coworking anzubieten. Ich werde hin und wieder einen Slot anbieten, bin aber wie gewohnt morgens zwischen sechs und sieben Uhr für dich da. In diesen Marathon-Streams werde ich mich vorrangig meiner Anthologiegeschichte widmen. Du findest mich hier, wenn du morgens nach einem Co-Working suchst.

Ende Juni habe ich außerdem noch einmal einen ganzen Tag lang intensiv an dem Lektorat von Buch 3 gesessen und werde mir zeitnah im Juli wieder einen Tag dafür frei räumen. Es geht gut voran. Der Text liest sich mit jeder Änderung flüssiger und ich bin wirklich sehr stolz auf das, was da entsteht. Gleichzeitig bin ich fast ein bisschen traurig, dass ich das Buch bald schon wieder durchgearbeitet habe. Jede Phase in der Entstehung eines Romans ist einzigartig und hinterlässt jedes Mal eine leise Leere, wenn ich die liebgewonnenen Charaktere bald wieder gehen lassen muss.

Schlussstriche und Sommerkätzchen: Meine Illustrationen

Wie ich mich freue, endlich verkünden zu können: Das Young-Adult-Mädchen ist fertig! Und sie hat ein leicht angedeutetes Schloss im Fenster. Eigentlich wollte ich da noch viel mehr Details reinmalen, aber es reicht jetzt. Irgendwo muss man auch mal einen Schlussstrich ziehen. Im Juni habe ich sehr wenig am Grafiktablett gesessen. Ich habe nur Zeit für ein weiteres Werk gefunden, und zwar mein Sommerkätzchen. Es ist das Freebie für Q2 und du erhältst es als Geschenk, wenn du dich für meine Cozy-Letters anmeldest. Ich schicke dir zwei bis viermal im Monat einen kleinen, gemütlichen Brief direkt in dein Postfach.

Mein Selbstporträt für Juni ist leider nicht fertig geworden und auch das bereits begonnene Porträt für Juli liegt unbeendet auf der Festplatte. Ich wünsche mir für die nächsten Wochen einen unaufgeregten, kühlen und ereignislosen Juli, damit ich hier am Grafiktablett endlich wieder in aller Ruhe aufholen kann.

Reel-Fokus & Briefgeflüster: Blog, Newsletter und Content

Da gibt es wenig Neues – bis auf die Erkenntnis, dass ich aktuell einfach zu viel mache. Wie ich oben und in der Quartalsplanung schon erwähnt habe: Es war mir schlichtweg zu viel Content geworden. In einer Woche hatte ich sogar täglich Posts auf fünf unterschiedlichen Plattformen, zusätzlich zum Newsletter und meinen Blogartikeln. Aber dieses Experiment hat mir schwarz auf weiß gezeigt: Reels funktionieren am besten und meine Zeit ist begrenzt. Also packe ich zukünftig all meine Herzensthemen vorrangig in Reels. Und das beobachten wir dann wieder eine Weile.
Meinen Newsletter habe ich auf zwei Briefe pro Monat runterreduziert. Mehr habe ich aktuell nicht zu erzählen, Buchveröffentlichungen stehen gerade nicht an und meine Illustrationen brauchen momentan einfach länger, um fertig zu werden. Ich werde die nächsten zwei Monate erstmal so weiterverfahren.

Diese X Blogartikel sind im Juni erschienen:

  1. Monatsrückblick Mai 2026
  2. Mitten im Prozess – WIPs: Unfertige Skizzen und Projekte
  3. Testlesen Teil 2 – Von K wie Kritik bis Z wie Zeitmanagement
  4. 12 von 12: Juni 2026
  5. Meine To-Want-Liste für Q3
  6. Wie das kleine Sommerkätzchen entsteht
  7. Autorinnenalltag: Edition Lektoratseinarbeitung

Wenn es im Leben stürmt: Rückzugsort und Gartenliebe

Im Juni hat das echte Leben uns ein paar heftige Turbulenzen vor die Füße geworfen. Gesundheitliche Sorgen in der Familie haben die Prioritäten von heute auf morgen komplett verschoben und mich gezwungen, dem Schreibtisch eine Weile fernzubleiben.

Aber genau diese unperfekten Momente lassen uns wachsen und sie bringen uns auch als Familie enger zusammen. Sie haben mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig ein sicherer Rückzugsort und der gegenseitige Zusammenhalt sind. Der Blick in meinen blühenden Garten, der unsere Hingabe in den vorigen Wochen dankbar angenommen hat, ist zutiefst sowohl befriedigend als auch beruhigend. Bei den heißen Juni-Temperaturen haben wir uns bewusst ausgebremst, uns mit Ventilatoren ins Haus zurück gezogen und waren nur hin und wieder draußen, um unsere Blümchen und das sprießende Gemüse mit Wasser zu versorgen.

Die Arbeit an den Q2-Zielen in den letzten Tagen des Monats entlässt mich nach der stressigen zweiten Hälfte des Junis in einen frischen Juli, der nur kurze To-Do-Listen hat. Dieser Freiraum gehört ab jetzt wieder meinen Geschichten und Illustrationen.

Ausblick Juli

Bei uns wird diese träge Sommerferien-Phase anbrechen. Die Schule ist vorbei und die Kinder sind zu Hause. Mein Mann hat Ende des Monats Urlaub und auch ich werde mir dann eine Pause gönnen. Es wird den einen oder anderen Familienausflug geben, und vielleicht sind wir auch spontan für ein paar Tage weg. Ich spiele mit dem Gedanken, für die Urlaubszeit meines Mannes vorzuarbeiten und ich möchte unbedingt im Rahmen eines weiteren Autorinnenalltags das Lektorat weiterbringen. Sowieso soll das Lektorat in diesem Monat fertig werden. Ich bin gespannt, wie weit ich kommen werde.

Ich freue mich darauf, dich in den nächsten Wochen wieder ganz unaufgeregt mit hinter meine Kulissen zu nehmen. Schön, dass du da bist.

Ich freue mich, dass du hier warst. Hab einen wundervollen Tag voller besonderer Momente. ☕ Wir sehen uns…

Illa 🧡

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